Der Markt

Aktuelle Informationen der Plückthun Global Asset Management GmbH

Ausgabe 3. Quartal 2020

 

Geht die Erholung des Aktienmarktes weiter? 

 

Wir blicken auf ein turbulentes erstes Halbjahr an den Kapitalmärkten zurück. Nach den enormen Schwankungen im ersten Quartal des Jahres, konnten sich die globalen Kapitalmärkte im zweiten Quartal deutlich erholen.

Mit dem aktuellen Marktbericht wollen wir Ihnen heute folgende Updates und Informationen liefern:

  • Rückblick – deutliche Erholung an den Kapitalmärkten
  • Unseren Ausblick finden Sie hier

Den gesamten Marktbericht können Sie sich hier als PDF downloaden.

Wenn Sie darüber hinaus konkrete Fragen und Wünsche haben, zögern Sie bitte nicht Ihren Berater anzusprechen – wir sind gerne für Sie da!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Plückthun Global Asset Management

 

Rückblick – deutliche Erholung an den Kapitalmärkten

 

Die von den Regierungen verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen zur Reduzierung der Ausbreitung des Corona-Virus zeigten ihre Wirkung. In vielen Ländern konnte die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich reduziert werden.

Diese Entwicklungen, die angekündigten Konjunkturpakete und die Unterstützung der Finanzmärkte durch die Zentralbanken, wurden an den globalen Kapitalmärkten positiv aufgenommen. Die Märkte haben im 2. Quartal deutlich zugelegt und konnten somit einen großen Teil der Kursverluste aus dem 1. Quartal des Jahres kompensieren.

Weltwirtschaft
Viele Experten, so auch der Internationale Währungsfonds (IWF), erachten die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken als einen wesentlichen Faktor der Erholung an den Finanzmärkten. An dieser Politik wird sich in nächster Zeit voraussichtlich nichts ändern. Die massiven fiskalpolitischen Stützmaßnahmen insbesondere in den G-20-Staaten stiften momentan weiteres Vertrauen.

Im Ende Juni veröffentlichten Update des IWF-Finanzstabilitätsberichts werden die Maßnahmen der weltweiten Notenbanken als enorm wichtig angesehen, um einer Vertiefung der Krise weiterhin gegenzusteuern. Von einigen Analysten wird dies gar als unabdingbare Voraussetzung für die Erholung an den Finanzmärkten erachtet. Hinzu kommen die massiven fiskalpolitischen Maßnahmen zur Stützung der Real­wirtschaft insbesondere in den G-20-Staaten, die ­momentan noch Vertrauen stiften. Der Preis dafür: Die ­öffentlichen Schulden erreichen nach Schätzung des IWF ein Allzeithoch.

Blicken wir in diesem Zusammenhang auf die Entwicklung der Inflationsrate. Als Folge von reduzierter Nachfrage und fallenden Ölpreisen ging in den vergangenen Monaten die Inflation weiter zurück und bewegte sich in Europa und Deutschland um einen Wert nahe Null. Analysten rechnen für 2020 im Euroraum mit einer Preissteigerung von 0,6 %.

Aktienmärkte
Die globalen Aktienmärkte setzten die Ende März begonnene Erholung auch im zweiten Quartal sehr robust fort. Damit war in Anbetracht der unsicheren Situation rund um Covid-19 und vor allem durch die verhängten Lockdowns nicht unbedingt zu rechnen.

Die meisten großen Aktienindizes verbesserten sich nach den massiven Kurseinbrüchen im ersten Quartal von bis zu 40 % im zweiten Quartal deutlich. Viele näherten sich gar dem Kursstand zu Beginn des Jahres an, blieben allerdings im einstelligen Prozentbereiche darunter.

Während sich die asiatischen Aktienmärkte in Summe ähnlich wie der Gesamtmarkt entwickelten, zeigten die europäischen Aktienmärkte im Vergleich eine deutlich schwächere Entwicklung. Die stärkste Entwicklung legten abermals die amerikanischen Aktienmärkte hin. Hierbei sorgten insbesondere die amerikanischen Technologiewerte für die überdurchschnittliche Entwicklung.

Durch die aktive Übergewichtung der Branchen Gesundheit und IT bzw. vordergründig Technologie, konnten wir für Sie im Aktiendepot eine deutliche Mehrrendite gegenüber der Benchmark (weltweiter Aktienmarkt) erwirtschaften. Die zusätzlichen Einzahlungen in das Depot, die eine Vielzahl von Ihnen geleistet haben, haben sich zusätzlich positiv ausgezahlt. Wir blicken somit auf eine insgesamt positive Entwicklung für das 2. Quartal 2020 zurück.

Ausblick – vorsichtig optimistisch,
aber Volatilität weiter hoch

Anfang Juli preisten die Märkte eine v-förmige Erholung nach der pandemiebedingten Rezession ein. Wir gehen von einer langsamen Erholung aus, die vielleicht auch mehrmals ins Stocken geraten könnte. Die extrem niedrigen Zinsen werden hilfreich sein. Die steigende Arbeitslosigkeit und der Schuldenabbau bei Unternehmen könnten das Wachstum jedoch bremsen.

Das Ausmaß kurzfristiger Unsicherheit sowie die Möglichkeit eines Anstiegs politischer Risiken im Vorfeld der Wahlen in den USA, könnte weitere Marktvolatilität auslösen.

Mit der Lockerung der Covid-19 Sicherheitsmaßnahmen weltweit beginnen die Analysten, sich Gedanken über den voraussichtlichen Weg der Erholung zu machen. Optimisten tendieren zu einer v-förmigen Erholung, Pessimisten prognostizieren eine L-Form, und die Vorsichtigen suchen nach etwas weniger Linearem wie W oder U.

In den nächsten Wochen und Monaten wird sich mehr Klarheit bezüglich der langfristigeren Folgen der Rezession ergeben. Politische Entscheidungsträger weltweit haben sich redlich bemüht, die Folgen einzuschränken und die von Covid-19 verursachten Verluste zu absorbieren. Zuschüsse und Subventionen belasten die Staatshaushalte und führen zu einer fast beispiellosen Erhöhung des Finanzierungs­bedarfs.

Es gibt eine globale Strategie zum Schuldenabbau, die wir für nahezu unvermeidlich halten: Die Zinssätze werden auf absehbare Zeit niedrig gehalten. Die Vermutung liegt nahe, dass die politischen Entscheidungsträger auf eine Wiederholung der Nachkriegszeit hoffen. In dieser Zeit lagen die Zinsen deutlich unter dem nominalen Wachstum. Dies trug dazu bei, das prozentuale Verhältnis der Staatsverschuldung zur Wirtschaftsleistung sinken zu lassen.

Zwar sind aktuell die Zinsen für Unternehmensanleihen im Vergleich zu den letzten Jahren noch attraktiv, aber wir gehen von einem weiteren Rückgang des Zinsniveaus in den nächsten zwei Jahren aus. Langfristig werden ­Aktieninvestments dadurch im Vergleich zu Zinspapieren noch attraktiver.

Sie, als langfristige Investoren sollten vor allem auf die Entwicklung für die nächsten Jahre setzen. Rücksetzer an den Kapitalmärkten, sowie wir es im März dieses Jahres erlebt haben, bieten immer wieder die Möglichkeit zusätzliche ­Investments zu tätigen. Falls Sie noch liquide Gelder auf Konten parken, die in nächster Zeit nicht benötigt werden, bietet sich ein weiteres Investment in Ihr Depot an. Mit diesen Einzahlungen können wir für Sie zusätzliche Chancen am Kapitalmarkt nutzen.

Andreas Teichmann
Michael Steets
Andreas Teichmann

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